Willkommen in der Schule des Essens!

Essen ist schön. Essen schmeckt. Essen versorgt uns mit Nährstoffen. Essen hält uns gesund. Essen passiert allein, am Familientisch, in der großen Freundesrunde. Essen will gelernt sein. Essen wird von jemandem hergestellt, verarbeitet, transportiert und verkauft. Essen muss zubereitet werden. Essen verdirbt. Essen wird weggeschmissen. Essen tut gut. Essen kann eine Qual sein. Essen verbindet Kulturen. Essen kann die Welt verändern …
Die Wissenschaft sagt: Essen ist ein Totalphänomen.

Das alles und noch viel mehr lehren und lernen wir in der Schule des Essens.

Unsere Forderung

Wir wollen vermehrte inhaltlich umfassende und methodisch moderne Ernährungsbildung an Österreichs Schulen – im günstigsten Fall im Rahmen eines entsprechenden Pflichtschulfachs für alle österreichischen SchülerInnen über ihre gesamte Pflichtschulzeit hinweg.

Angesichts des erodierenden Ernährungswissens sowie der weiten Verbreitung eines ungünstigen Ernährungsverhaltens und der zunehmenden Prävalenz von ernährungsmitbedingten gesundheitlichen Herausforderungen halten wir es für einen gesellschaftlichen und politischen Auftrag, Kindern und Jugendlichen das Rüstzeug zu vermitteln, sich den Herausforderungen einer imperfekten Ernährungsumwelt stellen zu können.

Die Forderung nach einem Schulfach ist visionär, wir haben sie von Anfang an auf maßvolle, konstruktive Schritte heruntergebrochen: Wie schon in der Machbarkeitserhebung 2014 belassen wir es auch nach der Pilotphase (2015 – 2017) nicht bei der Forderung, sondern legen zusätzlich zu unserem konkreten theoretischen Konzept Evaluierungen der ersten praktischen Erfahrungen der Pilotphase vor und ergänzen um konkrete Ableitungen für die nächste Projektphase.

Wir setzen mit der Schule des Essens auf verhaltenspräventive Maßnahmen, denken diese aber nicht in Konkurrenz, sondern als Ergänzung zur Verhältnisprävention in Schulen.

Generell denken und handeln wir kooperativ. Auf dem Gebiet der Ernährungsbildung gibt es viele hervorragende Initiativen, zu denen wir nicht in Konkurrenz treten möchten. Vielmehr sind wir jederzeit gesprächsbereit und bestrebt, Kräfte zu bündeln.

Auch wünschen wir uns die Schule des Essens als Multi-Stakeholder-Initiative. Durch ihre kooperative Ausrichtung, ihre inhaltliche Breite und ihre Wissenschaftlichkeit erwarten wir uns breite Unterstützung aus dem öffentlichen wie aus dem privaten Sektor.