We proudly present: Campus Schule des Essens ist online!

Vor fast genau einem Jahr habe ich hier freudig verkündet, dass wir eine Förderung im Rahmen der aws-Sustainable Food Systems Initiative bekommen haben und ein Proof of Concept für eine digitale Kompetenzplattform für Pädagog*innen erarbeiten werden.

Und das haben wir. Sogar noch mehr. Wir haben’s bis zum Prototypen geschafft!

Auf dem neuen Campus Schule des Essens findet Ihr ab sofort einen Crash-Kurs zum Thema nachhaltige Ernährung (mit Fokus Schulsetting, aber entgegen des ursprünglichen Plans nicht nur für Pädagog*innen, sondern für alle Interessierte zugänglich. Ohne Registrierung, ohne Hürden. Nur die Datenschutzerklärung muss man zur Kenntnis nehmen. 😉 )
Wir haben richtig super Videos im Kurs und richtig hochkarätige Expert*innen. Und wir haben gut drauf geschaut, dass der Kurs möglichst kurzweilig ist, und ihn mit spielerischen Elementen gespickt.

Außerdem, das jetzt für Lehrkräfte und mit Registierung, eine Bibliothek mit weiterführenden Infos, Unterrichtsideen, teilweise Stundenbildern, und jeder Menge Materialien für den direkten Einsatz in der Schule. Und ein Forum, für den Austausch mit gleichgesinnten Pädagog*innen und uns, dem Team der Schule des Essens.

Unsere Freude ist groß. Wir hoffen, dass Ihr regen Gebrauch unserer neuen Plattform macht, und wir so gemeinsam einen weiteren Beitrag zur Ernährungswende leisten können.

Die Förderung ist jetzt aus, wir werden dennoch versuchen, die Plattform laufend zu erweitern und zu verbessern. Wenn jemand Finanzierungsmöglichkeiten hat, dass das schneller und größer als in ehrenamtlich machbaren Mini-Schritten passiert, bitte melden!

Mir bleibt noch ein gaaaanz großes Danke zu sagen an all‘ die super Menschen und Organisationen und ihre Beiträge:

Andrea Fičala, das Denken und Tun mit Dir macht ganz große Freude, und es kommt immer was Gutes dabei raus.
FiBL Österreich, besonders Susanne Kummer und Thomas Lindenthal, Eure fachlichen Inputs bereichern den Kurs.
Marianne Penker und Gudrun Obersteiner, Professorinnen an der BOKU, für Eure sofortige Bereitschaft, Euer Wissen als Videos zugänglich zu machen.
Severin Wurnig und Iris Mehlhart von Studio Totale, für die richtig super-professionellen Videos.
Gerald Henzinger von think modular, für Deinen geduldigen Deep Dive mit uns ins Moodle-Universum.
David Röthler von Milenu, dass Du uns in die faszinierende Welt der KI für Bildung eingeführt hast – die schon wieder Lichtjahre weiter ist. 😉
Nicola Kaltenböck, für Deine top-professionelle Mitarbeit bei der Auswertung der initialen Befragung – und darüber hinaus.
Grafik-Peda, Peter Rathmanner, für das wunderschöne Farb- und Schriftkonzept für die Online-Plattform. (@Transparenz: Ja, er ist mein Bruder. Meine vielen Feedbackschleifen hält sonst niemand aus. 😉 )
Wolfgang Renzl von ParLaw, für die „rechtsfreundliche Beratung“ (so steht’s auf der Honorarnote. 😉 )
Last, not least: Sabine Pümpel und Kerstin Derntl, für Euren Einsatz für die aws-SFSI im Allgemeinen und die extrem gute Zusammenarbeit in der Konstellation Förderstelle-Fördernehmerin.

[TR]

Wir feiern die Vielfalt. Im Pride Month und immer.

In der nachhaltigen = gesunden Ernährung ist Vielfalt ganz zentral. Je bunter wir essen, je mehr verschiedene Lebensmittel wir in unsere Ernährung einbauen, je mehr wir kosten und unseren Horizont erweitern, desto besser.

Vielfalt ist auch gesellschaftlich zentral. Je bunter wir leben, je mehr verschiedene Menschen wir in unserem Leben haben, je mehr Menschen und Lebensmodelle wir kennenlernen und unseren Horizont erweitern, desto besser.

Das ist unsere Überzeugung, und diese war immer, ist immer und wird immer Teil der Schule des Essens sein.

[TR]

„Wie bringen wir Pflanzenbasiert unter die Leute? …

… Erfahrungen aus der Schule des Essens“ war der Titel meines Vortrags beim 8. Round Table der Initiative „Alternative Proteins4Food“ des Lebensmittelcluster von ecoplus, Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, am 20. Jänner 2026 an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten.

Es ging um unsere Erfahrungen, wie wir nachhaltige Eiweißoptionen, sprich: Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Seitan uvm. Kindern und Jugendlichen zugänglich und im Idealfall schmackhaft machen. Garniert habe ich das Ganze mit ein bisschen Theorie: Konzepte aus der Gesundheitspsychologie und Ergebnisse der Marktforschung aus dem Smartprotein-EU-Projekt. Besonders schön war, den Beitrag mit einer geführten Tempeh-Verkostung, gemeinsam mit Hannes Weichhart, dem Tempeh-Pionier aus St. Pölten, abzurunden.

Das Allerschönste aber war wieder einmal der Rückenwind, den ich mitgenommen habe: Wenn sich 70 Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung leidenschaftlich über die Zukunft pflanzenbasierter Ernährung austauschen, dann stimmt mich das einmal mehr optimistisch.

Vielen Dank an alle Ermöglicher*innen und Beteiligten: Martina Zederbauer, Sigrid Meischl, Eva Voglauer, Magdalena Resch (alle Ecoplus), Elisabeth Höld, Barbara Wondrasch (beide USTP), Eva Derndorfer, Elisabeth Buchinger (beide Sensorik-Unternehmerinnen), Regine Schönlechner (BOKU) und Sohn Janis Schönlechner, Petra Rust (Uni Wien), Eva Wagner (BOKU) und Hannes Weichhart (Zack die Bohne).

Fotocredits: Titelbild sowie Galeriefotos 1 und 2 ecoplus, Galeriefoto 3 Hannes Weichhart

[TR]

2026 startet mit sieben weiteren SdE-Botschafter*innen an der VHS Linz

Zweite Runde der Ausbildungen von Schule-des-Essens-Botschafter*innen im Rahmen der Train-the-Trainer-Ausbildungen an der VHS Linz.

Vorgeschichte: Unter dem Motto „Linz is(s)t klimafreundlich!“ baut die Volkshochschule Linz ihre Aktivitäten im Bereich nachhaltige Ernährung aus und hat die Schule des Essens dazugeholt. Gemeinsam mit dem Klimabündnis OÖ und Südwind OÖ bilden wir Trainer*innen aus, die in der VHS Linz als Multiplikator*innen für nachhaltige, klimafreundliche Ernährung tätig werden.

Gleich am ersten richtigen Arbeitswochenende des neuen Jahres haben wir zwei Tage im Seminarraum und vor allem in der Seminarküche verbracht. Und die Zahl der SdE-Botschafter*innen hat sich um sieben erhöht. 🙂

Das Projekt ist übrigens gefördert aus Mitteln des Klimafonds der Stadt Linz und ist ein Kooperation der VHS Linz, Schule des Essens, Klimabündnis OÖ und Südwind OÖ.

Fotocredit: Rainer Rathmayr, VHS Linz

[TR]

Förderung, juhuuu! Wir konzipieren eine digitale Kompetenzplattform.

Große Freude in der Schule des Essens! Unser Förderansuchen an die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH (aws), die Förderbank des Bundes, war erfolgreich, in einem zweitstufigen Auswahlverfahren wurde unser Vorhaben ausgewählt!

Wir sind damit jetzt Teil der aws-Sustainable Food Systems Initiative und leisten gemeinsam mit einer hochkarätigen Runde an Innovator*innen und Pionier*innen einen Beitrag zur Transformation des Ernährungssystems in Richtung Nachhaltigkeit.

Was haben wir vor? Wir werden ab sofort bis August 2026 ein Proof of Concept für eine digitale Kompetenzplattform für Pädagog*innen erarbeiten. Gemeinsam mit den Expert*innen vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) werden Andrea Fičala und ich (Theres Rathmanner) die Zutaten, sprich: Inhalte zusammentragen und aufbereiten. Wir überlegen uns, wie wir sie am besten portionieren und servieren: Geplant ist dafür ein Online-Kurs mit strukturierten Wissenshappen, die jederzeit und von überall gesnackt werden können. Als Garnierung gibt es eine von uns kuratierte Sammlung an weiterführenden Hintergrundinformationen und Materialien für den direkten Einsatz im Unterricht. Da Und da man am liebsten in Gesellschaft speist, ist auch eine Art Forum geplant, in dem Pädagog*innen, die nachhaltige Ernährung im Unterricht thematisieren (wollen), sich austauschen können. Und wenn sie zwischendurch Bedarf für fachlichen Support haben, können sich Pädagog*innen ans Schule-des-Essens-Büro wenden.

Um die Kompetenzplattform bestmöglich an die Bedürfnisse von Pädagog*innen anzupassen, suchen wir den ständigen Austausch und holen Feedback ein. Selbstverständlich holen wir uns ebenfalls Beratung von Expert*innen für die Bereiche, in denen wir uns nicht so gut auskennen: E-Learning, sinnvoller Einsatz von KI in der Lehre, rechtliche Fragen, grafische Gestaltung.

Ah ja, WIR, das sind (am Foto von links nach rechts): Theres Rathmanner, Leiterin der Schule des Essens, Andrea Fičala, ebenfalls Ernährungswissenschaftlerin und langjähriges SdE-Teammitglied, und Andreas Kranzler, Geschäftsführer des FiBL Österreich.

[TR]

„Lebensmittel Lebewesen“ als Publikation in einem Top-Journal

Wir* sind einigermaßen aus dem Häuschen: Die Ernährungs Umschau, nichts weniger als das wichtigste Fachjournal im deutschsprachigen Raum, hat in ihrer Mai-Ausgabe unseren Beitrag über das Schule-des-Essens-Projekt „Lebensmittel Lebewesen“ publiziert!

„Kinder erleben die Schlachtung eines Nutztieres: Kritische Reflexionen zu einem Projekt“ lautet der Titel, reinlesen kann man hier, der Volltext ist nur für Abonnent*innen zugänglich.

Nach internen Diskussionen, die der Chefredakteur im Editorial schildert, fand der Beitrag in einem Special Platz. Abgerundet wird dieses Special von einem Interview mit Gordian Baur, Redakteur des ZDF-Kindernachrichtenformats logo! mit dem Titel „Wir schließen grundsätzlich keine Themen aus!“ über die Herausforderung, schwierige Inhalte für Kinder aufzubereiten.

Das Schlachten von Nutztieren ist so ein schwieriger Inhalt. Den Tod klammern wir ja generell möglichst aus dem Leben aus. Aber genau das waren Triebkräfte des Projektes „Lebensmittel Lebewesen“: Dem Fleischkonsum ist Schlachtung immanent. In einer umfassenden Ernährungsbildung kann man das Thema daher nicht ausblenden. Nur so können mündige Entscheidungen getroffen werden, die dann auch ganz unterschiedlich ausfallen können: Verzichte ich lieber auf Fleisch? Richte ich stärkeres Augenmerk auf das Wohl des Nutztiers vor der Schlachtung? Setze ich mich für Schlachtmethoden ein, die weniger Tierleid verursachen? …

Ganz im Sinne der Definition von Ernährungsbildung der Fachgruppe für Ernährungsbildung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (Bartsch et al., 2024): Ernährungsbildung ist die Befähigung von Menschen, „die eigene Ernährung politisch mündig, sozial verantwortlich und demokratisch teilhabend unter komplexen gesellschaftlichen Bedingungen zu entwickeln und zu gestalten.“

* „Wir“, die Autorinnen, sind Lotte Rose, Professorin für Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences (mit der ich auf dem Foto auf die Publikation anstoße, als ich sie kürzlich in Frankfurt besucht habe), Martina Überall, Dozentin, Forscherin und Leiterin der Fachstelle Bildung für Nachhaltige Entwicklung an der Pädagogischen Hochschule Tirol, und ich, Theres Rathmanner, Initiatorin und Leiterin der Schule des Essens.

[TR]

SdE im ESSENziell-Podcast

Ursula Rieglers und meine Wege kreuzen sich immer wieder. Ist nicht schwer, wenn man eine gemeinsame Leidenschat hat: gutes Essen.
Unlängst hat mich Ursula besucht, um mit mir über die Schule des Essens zu reden. Es war mir eine Freude!

Oder hier der Link zur Folge auf der ESSENziell-Website.

[TR]

SdE bei „Linz is(s)t klimafreundlich“

Unter diesem Motto baut die Volkshochschule Linz ihre Aktivitäten im Bereich nachhaltige Ernährung aus, und die Schule des Essens ist eine zentrale Akteurin!

Gemeinsam mit dem Klimabündnis OÖ und Südwind OÖ bilden wir Trainer*innen aus, die in der VHS Linz als Multiplikator*innen für nachhaltige, klimafreundliche Ernährung tätig werden. Und wir hecken Netzwerkveranstaltungen aus, die Akteur*innen der Ernährungswende zusammenbringen.

Die erste dieser Veranstaltungen fand am 31. 1. 2025 als „Genuss.Gespräche.Linz: Wie wir gut und klimafreundlich essen“ statt. Keynotes kamen von der bekannten Kochbuchautorin Katharina Seiser (neues Buch: 30 Pflanzen pro Woche), und von Theres Rathmanner, Leiterin der Schule des Essens. Danach stellten sich Initiativen für das gute Essen in Linz in Worten, Personen und Infoständen vor (SoLaWi, FoodCoops, Foodsharing, Nachhaltigkeit in der Gastronomie, Augen auf beim Label-Kauf!).

Rund 80 Interessierte holten sich Informationen, Inspirationen und Kostproben. Es war ein extrem informativer, wunderbar inspirierender und Hoffnung machender Nachmittag!

Weiter geht’s im März mit der ersten Schule des Essens-Fortbildung für VHS-Trainer*innen, juhuu!

Das Projekt ist gefördert aus Mitteln des Klimafonds der Stadt Linz und ist ein Kooperation der VHS Linz, Schule des Essens, Klimabündnis OÖ und Südwind OÖ.

[TR]

Fotocredits: Klimabündnis OÖ/Tanja Obernberger

„Ich habe gelernt, dass es ein Leben ohne Fleisch gibt.“ – Erster Workshop im neuen Schuljahr

Erste Schulwoche im Osten, erster Workshopeinsatz. Und wie immer: Euphorie.

Heute hatte ich luxuriöse vier Unterrichtsstunden in einem Gymnasium in Wien. Gym heißt oft, so auch heute: keine Küche. Schule des Essens muss aber mit Praxis sein, und es ist erstaunlich, was eh alles geht, wenn man will.

Konkret: Wir sind in alle fünf Dimensionen der Nachhaltigen Ernährung (Gesundheit, Umwelt, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur) eingetaucht, und die Feedbackrunde hat mir gezeigt, a) wie sehr sich die Schüler*innen begeistert haben, b) wie viel angekommen ist, c) wie divers die Interessenlage ist und d) wie allright the kids are! <3

Meine Feedbackfrage war wie immer: „Was war heute für Dich neu, besonders spannend, besonders wichtig, was erzählst Du heute Nachmittag Deiner Familie weiter?“

Hier ein Streifzug durch die 24 Antworten:
„Ich weiß jetzt, welches Essen mir guttut.“
„Wo das Fleisch herkommt.“
„Ich habe mir vorher nie Gedanken gemacht, wie die Tiere leben.“
„Dass Vielfalt so wichtig ist und ich lieber viele verschiedene Obst- und Gemüsesorten essen sollte als jeden Tag einen Apfel.“
„Dass so viele Bakterien in uns leben.“
„Dass es auch gute Bakterien gibt.“
„Dass wir innen drin immer noch Steinzeitmenschen sind.“
„Dass Menschen auf der Welt so unterschiedliches Frühstück essen.“
„Dass mein Essen so viel mit der Umwelt zu tun hat.“
„Dass ich Bio-Produkte so einfach am Blatt erkennen kann.“
„Dass alle EU-Länder dasselbe Bio-Zeichen haben.“
„Dass ich weniger Fleisch essen sollte. Aber das werde ich nicht schaffen.“
„Die Linsenpastete, die war so köstlich!“
„Was?! Da waren auch Pilze drin? Ich mag eigentlich keine Pilze!“
Und mein persönliches Lieblingsfeedback: „Es gibt ein Leben ohne Fleisch.“ 🙂

Sehr begeistet haben mich auch die Fragen zwischendurch. Wir haben, wie auch den Antworten oben zu entnehmen ist, übers Mikrobiom gesprochen. Das hat die Schüler*innen sehr fasziniert, dass in ihren Körpern ungefähr gleich viele Mikroorganismen leben, wie sie Körperzellen haben. Und es hat gerattert in den Köpfen.
„Haben die Darmbakterien auch ein Gehirn?“
„Wissen die selbst, ob sie gut oder schlecht sind?“
„Fressen die sich auch gegenseitig, wenn man zu wenig isst?“

[TR]